Auf Entdeckungstour mit den Bienen
Das Bienenprojekt der ABC-Landschule, welches auf dem Nachhaltigkeitspreis der RhönEnergie (2024) basiert und in Kooperation mit dem Jugendhilfeverbund St. Elisabeth (Fulda) Umsetzung fand, wurde erfolgreich beendet. Über ein ganzes Bienenjahr hinweg haben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der 2./3. Klasse die Bienenvölker gepflegt und in seiner Entwicklung begleitet.
Zum Abschluss des Projektes am 18.12.2025 wurden die Jungimker:innen noch einmal selbst tätig. Zusammen mit dem erfahrenen Imker Philipp Garrison (Mitarbeiter im Jugendhilfeverbund), welcher das Projekt über den gesamten Zeitraum als Experte begleitete, füllten die Schülerinnen und Schüler den Honig der fleißigen Nektar- und Pollensammlerinnen gemeinschaftlich ab. Das Ergebnis der kontinuierlichen Pflege wird auf diese Weise noch einmal unmittelbar erfahrbar.

Über das Bienenjahr hinweg hat die 2./3. Klasse, zusammen mit der Schulleiterin Martina Fischer der ABC-Landschule Maberzell und ihrer Klassenlehrerin Julia Keutzer, viel gelernt. Unter anderem wie ein Bienenstock und die Waben darin aufgebaut sind, wie ein Bienenvolk sich über das Jahr entwickelt, welche Pflanzen und Blüten die Bienen benötigen und welche Gefahren für ein Bienenvolk existieren. Die unterschiedlichen Bedürfnisse von Wild- und Honigbienen wurden ebenso thematisiert wie schädliche Umweltfaktoren für die fliegenden Bestäuberinnen.
Die erworbenen Kenntnisse zu Wild- und Honigbienen gehen weit über die Theorieebene hinaus.
So begleiteten und pflegten die Jungimker*innen der ABCLandschule ihre Bienenvölker unmittelbar an deren Standort. Eingeleitet wurde das Projekt durch eine gemeinsame Honigverkostung. Hier erlebten die Schülerinnen und Schüler wie vielseitig Honig schmecken und aussehen kann. Kurz vor dem Einzug der Bienen wurden die Bienenbeuten der Völker zudem eigenhändig gestaltet. Mit viel Kreativität und Farbe erhielten die Beuten hierbei eine persönliche Prägung. Nach dem Einzug - dem sog. Einschlagen - der jungen Völker, erlebten die Schülerinnen und Schüler, wie sich diese entwickelten und welche Eigenheiten ein jedes Volk besitzen kann.
Im Verlauf des Projekts entwickelten sich jedoch nicht nur die Völker, sondern auch die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihrer kleinen Schützlinge. Sukzessiv entwickelte sich eine zunehmende Sicherheit im Umgang mit den Insekten. Während zu Beginn die Waben noch mit äußerster Vorsicht und respektvollem Abstand berührt wurden, fanden sich einige Wochen später Drohnen und frisch geschlüpfte Bienen ganz selbstverständlich auf den Händen der jungen Imker*innen wieder. Die anfängliche Zurückhaltung wich einer routinierten Gelassenheit. Weder sommerliche Hitze noch vereinzelte Bienenstiche vermochten hierbei die Motivation zu mindern. Selbst in größter Hitze blieb die Freude an der Arbeit ungebrochen, vielleicht auch weil die Beobachtung der Bienenvölker hin und wieder von einer kleinen (Eis-)Pause begleitet wurde.
Projektziel
Das gesetzte Ziel des Projekts: die Grundschüler und Grundschülerinnen hinsichtlich der Lebens- und Umwelt der heimischen Wild- und Honigbienen zu sensibilisieren und praktisches Wissen für die Relevanz der Thematiken Umweltschutz und Biodiversität zu vermitteln, wurde umfänglich erreicht. Die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrerinnen äußern sich sehr positiv und würden das Projekt am Liebsten wiederholen. Die Zusammenarbeit des Jugendhilfeverbundes St. Elisabeth mit der ABC-Landschule war für beide Seiten bereichernd. Der Umsetzung weiterer gemeinsamer Projekte ist bereits in Planung.
