Springe zum Hauptinhalt
Arrow Online-Beratung
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Öffne die Lasche für weitere Informationen zu caritas.de'
close
Caritas Deutschland
Caritas international
Adressen
Umkreissuche
Jobs
Umkreissuche
Kampagne
Facebook caritas.de YouTube caritas.de Instagram caritas.de Linkedin caritas.de
close
Kostenlos, anonym und sicher!

Sie benötigen Hilfe?

  • Allgemeine Sozialberatung
  • Aus-/Rück- und Weiterwanderung
  • Behinderung und psychische Beeinträchtigung
  • Eltern und Familie
  • HIV und Aids
  • Hospiz- und Palliativberatung
  • Jungen- und Männerberatung
  • Kinder und Jugendliche
  • Kinder- und Jugend-Reha
  • Kuren für Mütter und Väter
  • Leben im Alter
  • Migration
  • Rechtliche Betreuung und Vorsorge
  • Schulden
  • Schwangerschaft
  • Straffälligkeit
  • Sucht
  • Trauerberatung
  • U25 Suizidprävention
  • Übergang von Schule zu Beruf

Sie wollen wissen, wie die Online-Beratung funktioniert?

Inhalte filtern nach Thema
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'aria-label="Link zur Startseite"'
  • Startseite
  • Waldwochen
  • Veranstaltungen
  • Voneinander lernen
  • Über uns
  • Veröffentlichungen
  • Aktuelles
Suche
Home
Filter
  • Startseite
  • Waldwochen
  • Veranstaltungen
    • Workshops
    • Fachtage
  • Voneinander lernen
  • Über uns
  • Veröffentlichungen
  • Aktuelles
    • Veranstaltungshinweise
    • Zwischenergebnisse Waldwochen
    • Erreichtes
  • Sie sind hier:
  • Startseite
  • Aktuelles
  • Zwischenergebnisse Waldwochen
Waldwochen III
Über uns I.2
Über uns III.2
Viele Kinder und Jugendliche rund um ein Lagerfeuer in der Dämmerung.
NATUR (ER)LEBEN! Evaluation

Evaluation Waldwochen

Ergebnisse der Zwischenauswertung der Waldwochen 2024/2025

Datengrundlage

In der aktuellen Zwischenauswertung sind Informationen zu 14 Waldwochen verarbeitet worden, die im Zeitraum März 2024 bis August 2025 stattgefunden haben. Bei den einbezogenen Waldwochen wurden dem Erhebungsdesign entsprechend mithilfe spezifischer Fragebögen Informationen zu Beginn (t0), am Ende (t1) sowie ein halbes Jahr nach Ende der Waldwoche erhoben. In der Anfangsphase der Erhebung erfolgte die Befragung aller teilnehmenden Personen(gruppen) online. Dieses Vorgehen stellte sich im Verlauf des ersten Projektjahrs als z. T. nicht oder nur unzureichend praktikabel heraus.

Deshalb wurde in Abstimmung mit der Expertengruppe des BVkE-Fachforums Ressourcenorientierte Pädagogik eine Änderung im Vorgehen zur Datenerhebung vorgenommen. Seit der achten Waldwoche im Oktober 2024 erfolgt die Befragung der teilnehmenden Personen in Form einer Papier- und Stift-Erhebung mit ausgedruckten Fragebögen, die jeweils unmittelbar bei Beginn bzw. Ende der Waldwoche am Ort der Durchführung bearbeitet werden. Die ausgefüllten Fragebögen werden dann nach Ende der Waldwoche von den verantwortlichen Personen per Post ans IKJ gesendet und dort elektronisch verarbeitet. Diese Vorgehensweise hat sich in der Praxis bewährt und wird dementsprechend in dieser Form auch für die zukünftigen Waldwochen weiterhin beibehalten.

Insgesamt sind auf den beschriebenen Wegen bis zur aktuell durchgeführten Zwischenauswertung Daten von 49 Fachkräften und 137 jungen Menschen aus 16 Einrichtungen gesammelt und in die statistischen Analysen einbezogen worden. Im Folgenden wird eine Auswahl an Ergebnissen dargestellt, die sich mit den Themenbereichen Struktur- und Prozessqualität sowie kurzfristig erreichte bzw. relativ überdauernde (nachhaltige) Effekte der Waldwochen beschäftigt.

Ergebnisse

Struktur- und Prozessqualität der Waldwochen

Die folgenden Ergebnisse stellen eine Auswahl der Bewertungen von Fachkräften und jungen Menschen zu strukturellen Rahmenbedingungen und prozessualen Merkmalen der Umsetzung der Waldwochen dar. 

Perspektive Fachkräfte

Die teilnehmenden pädagogischen Fachkräfte sind mit den strukturellen Rahmenbedingungen der Waldwochen in hohem Maße zufrieden. Rund 90 % der befragten Personen bewerten die organisatorische Umsetzung als weitgehend gut oder sogar sehr gut (s. Abb. 1, Seite 4). 

Auch der Ablauf der Waldwochen erhält von den beteiligten Fachkräften durchgängig überwiegend positive Bewertungen: Sowohl im Hinblick auf die inhaltliche Gestaltung und deren methodisch-didaktische Aufbereitung als auch auf die fachliche Begleitung durch die verantwortlichen Begleitpersonen des Bergwaldprojekts liegen rund 70 % der Rückmeldungen im weitgehend oder sogar sehr guten Bewertungsbereich.  

Perspektive junge Menschen

Auch die jungen Menschen bewerten sowohl die Rahmenbedingungen als auch die inhaltliche Umsetzung weitestgehend positiv (s. Abb. 2, Seite 5).

Ergebnisqualität der Waldwochen (kurzfristige Effekte)

Im Folgenden werden Auswertungsergebnisse dargestellt, die die kurzfristig im Verlauf der Waldwochen erreichten Effekte abbilden. 

Perspektive Fachkräfte

Theoretisches Wissen und Praktische Kompetenzen
Um sich einen ersten Überblick über die Gesamtentwicklung der Fachkräfte während des Verlaufs der Waldwoche zu verschaffen, wurden im Rahmen der Datenauswertung aus den spezifischen Items der Befragung in Bezug auf theoretisches Wissen und praktische Kompetenzen Indizes gebildet. Die Veränderungsmessungen zwischen t0 und t1 zeigen auf dieser aggregierten Ebene statistisch signifikante Zuwächse1 in beiden Untersuchungsbereichen (s. Abb. 3, Seite 6).

Theoretisches Wissen
Bei differenzierter Betrachtung zeigt sich in vielen der untersuchten Themenbereiche eine signifikant positive Entwicklung des theoretischen Wissens über ökologische und nachhaltigkeitsbezogene Themen (s. Abb. 4, Seite 7). Dabei hat sich insbesondere das Verständnis der Fachkräfte für biologische Vielfalt und deren Schutz bzw. nachhaltige Nutzung erheblich verbessert. 

Themenbereiche, die bereits bei t0 relativ hoch bewertet wurden (z. B. Abfalltrennung, Energieeinsparung oder nachhaltiger Konsum), zeigen dagegen geringere Zuwächse, da hier offensichtlich bereits ein gewisses Vorwissen vorhanden war ("Deckeneffekt"). Insgesamt betrachtet belegen die Ergebnisse, dass die Teilnahme an den Waldwochen bei den Fachkräften zu einem breit angelegten Wissenszuwachs im Themenbereich Umwelt-/ Natur-/Klimaschutz und Biodiversität geführt hat.  

Praktische Kompetenzen
Die Auswertungsergebnisse zeigen darüber hinaus, dass sich bei den teilnehmenden Fachkräften nicht nur das theoretische Wissen, sondern auch praktische Kompetenzen im Bereich Natur-/Umwelt-/Klimaschutz und Biodiversität signifikant verbessert haben (s. Abb. 5, Seite 8). Starke Verbesserungen zeigen sich auch hier insbesondere in Bezug auf den Themenbereich biologische Vielfalt. Die Ergebnisse belegen insgesamt eine deutliche Steigerung praktischer Kompetenzen der Teilnehmenden im Umgang mit ökologischen und nachhaltigen Themen. 

Bedeutung und Aktivität
Die Auswertungsergebnisse zur Bedeutung von Natur-/Umwelt-/Klimaschutz und Biodiversität sowie dem Ausmaß an Aktivität in diesem Bereich zeigen, dass die Fachkräfte sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene eine positive Entwicklung sehen. (s Abb. 6, Seite 9). Besonders hervorzuheben ist der signifikante Anstieg der wahrgenommenen Bedeutung in der Einrichtung, was darauf hindeutet, dass das Thema nachhaltiger Umweltpraxis aus Sicht der Teilnehmenden stärker im Bewusstsein und in der Kultur der Einrichtung verankert wurde bzw. sein wird. Insgesamt lässt sich von einer zunehmenden Sensibilisierung und Aktivierung sprechen, auch wenn nicht alle Veränderungen signifikant ausfallen. 

Perspektive junge Menschen

Effekte der Teilnahme an der Waldwoche
Die Waldwoche hat vielfältige positive Effekte auf die teilnehmenden jungen Menschen (s. Abb. 7, Seite 10) - sowohl kognitiv (Wissen, Verständnis) als auch emotional (Freude, Motivation, Selbstwirksamkeit) und sozial (bessere Beziehungen). Besonders auffällig sind dabei die hohen Werte in den Bereichen Selbstwirksamkeit(serfahrung) sowie Spaß und Freude, die zentrale Faktoren für erfolgreiches Lernen bzw. erfolgreiche pädagogische Angebote darstellen. Die hohen durchschnittlichen Bewertungen in allen untersuchten Bereichen legen den Schluss nahe, dass die Waldwochen nicht nur ganz spezifische Effekte erzielen (können), sondern im Hinblick auf Wissen, Emotion, Bewusstsein und Gemeinschaft als ganzheitlich wirksam empfunden werden.

Auswirkung auf das Wissen der jungen Menschen
Bei differenzierter Betrachtung der verschiedenen potenziellen Wirkungsbereiche zeigt sich zunächst, dass die Teilnehmenden die Waldwoche als sehr lehr- und erkenntnisreich erlebt haben (s. Abb. 8, Seite 11) - sowohl allgemein im Hinblick auf neue Erfahrungen als auch spezifisch in Bezug auf erworbenes Handlungswissen im Bereich Naturschutz.  

Auswirkung auf die Bedeutung der Natur für die jungen Menschen
Im Hinblick auf die Haltung der jungen Menschen gegenüber der Natur zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass die Waldwoche zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Natur und ihrer Bedeutung geführt hat: Die jungen Menschen verstehen am Ende der Woche besser, warum Natur wichtig ist - für den Menschen generell sowie für sie selbst - und in der großen Mehrheit entwickeln sie im Verlauf der Woche ihr gegenüber auch eine merklich höhere Wertschätzung: Rund 70 % der jungen Menschen stimmen der Aussage größtenteils oder sogar völlig zu, dass die Natur am Ende der Waldwoche für sie selbst eine größere Bedeutung hat als zuvor (s. Abb. 9, Seite 12).

Nachhaltigkeit der Waldwochen (relativ überdauernde Effekte)

Die folgenden Auswertungsergebnisse beschäftigen sich mit der Fragestellung, inwiefern sich bei den jungen Menschen sowie den Fachkräften durch die Teilnahme an den Waldwochen Effekte ergeben, die über den Zeitraum der unmittelbaren Teilnahme hinaus bestehen bleiben und damit nachhaltig im weiteren Leben bzw. im Alltag in den Einrichtungen wirksam sind. Dazu werden im Folgenden sowohl Ergebnisse aus inferenzstatistischen Analysen (Veränderungsmessungen zwischen den Zeitpunkten t0 bei/vor Beginn der Waldwoche und t2 1/2 Jahr nach Ende der Waldwoche) herangezogen als auch deskriptive Analysen der Einschätzungen von Fachkräften und jungen Menschen zum Erhebungszeitpunkt t2 dargestellt. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass die für diese Analysen zur Verfügung stehende Stichprobengröße aufgrund des noch frühen Zeitpunkts innerhalb des Gesamtprojektablaufs noch relativ gering ausfällt. Dennoch soll mithilfe dieser statistischen Ergebnisse schon einmal ein erster Blick auf sich bislang ergebende Entwicklungstendenzen ermöglicht werden. 

Perspektive Fachkräfte

Theoretisches Wissen und Praktische Kompetenzen
Um sich einen ersten Überblick über die langfristige Gesamtentwicklung der Fachkräfte über den Verlauf der Waldwoche hinaus zu verschaffen, wurden im Rahmen der Datenauswertung aus den spezifischen Items der Befragung in Bezug auf theoretisches Wissen und praktische Kompetenzen Indizes gebildet. Die Veränderungsmessungen zwischen t0 und t2 zeigen auf dieser aggregierten Ebene statistisch signifikante Zuwächse in beiden Untersuchungsbereichen (s. Abb. 10, Seite 13).

Bedeutung und Aktivität
Die Ergebnisse zeigen im Hinblick auf den Themenbereich Natur-/Umwelt-/Klimaschutz eine deutliche positive Entwicklung in Bedeutung und Aktivitätsgrad (s. Abb. 11, Seite 14): Zwischen t0 und t2 kam es zu einer nachhaltigen Steigerung der Aktivität und Relevanz des Themas -  insbesondere auf institutioneller Ebene. Unter Berücksichtigung der noch relativ geringen Stichprobengröße kann damit im Sinne einer ersten vorsichtigen Einschätzung von einer positiven Wirkung der Waldwochen auf die teilnehmenden Einrichtungen und damit einer nachhaltigen Wirkung auf das Lebensumfeld einer großen Anzahl junger Menschen ausgegangen werden. Denn grundsätzliche institutionelle Veränderungen in diesem Themenbereich wirken sich nicht nur bei den jungen Menschen aus, die aktiv an den Waldwochen teilgenommen haben, sondern sie kommen allen Kindern und Jugendlichen zugute, die in den betreffenden Einrichtungen pädagogisch begleitet werden.

Langfristige Effekte der Waldwoche - Haltung 
Bezogen auf umwelt- und naturschutzbezogene Haltungen zeigen sich für die Teilnahme an der Waldwoche ebenfalls erkennbare positive Nachhaltigkeitseffekte (s. Abb. 12). Besonders stark fallen diese bei den befragten Fachkräften selbst aus, aber auch bei den Kindern und Jugendlichen sowie den Mitarbeitenden der eigenen Einrichtung werden merkliche Veränderungen wahrgenommen. 

Langfristige Effekte der Waldwoche - theoretisches Wissen
In Bezug auf das theoretische Wissen zu Natur-/Umwelt-/Klimaschutz zeigen sich aus Sicht der befragten Fachkräfte für alle drei Gruppen anhaltende Lerneffekte (s. Abb. 13, Seite 16) - am stärksten bei den Fachkräften selbst. Auch bei den Kindern und Jugendlichen der eigenen Einrichtung zeigen sich aus Fachkraftperspektive spürbare Wissenszuwächse, was als Hinweis auf erfolgreiche Umweltbildung verstanden werden kann. Bei den anderen Mitarbeitenden der beteiligten Einrichtungen sind die Effekte ebenfalls positiv, wenn auch etwas geringer ausgeprägt. Vor dem Hintergrund der zum aktuellen Zeitpunkt noch sehr geringen Datengrundlage muss eine Gesamtbewertung noch vorsichtig ausfallen, aber die Ergebnisse können zumindest als ein erster Hinweis darauf verstanden werden, dass die Waldwochen langfristige, stabile Lerneffekte erzeugen (können) und somit ein wirksames Instrument der Umweltbildung darstellen. 

Langfristige Effekte der Waldwoche - praktische Kompetenzen
Die Waldwoche hat aus Sicht der teilnehmenden Fachkräfte langfristig zu einer deutlichen Stärkung praktischer Kompetenzen im Umwelt- und Naturschutz geführt - insbesondere bei den Fachkräften selbst, die ihre Fähigkeiten deutlich erweitern konnten, aber auch bei den Kindern und Jugendlichen, die vom praktischen Naturerleben besonders profitiert haben (s Abb. 14, Seite 17). Effekte bei den anderen Mitarbeitenden der eigenen Einrichtung sind vorhanden, aber weniger stark ausgeprägt. Insgesamt lassen sich aus den Auswertungsergebnissen erste Hinweise darauf ableiten, dass die Waldwochen ein nachhaltig wirksames Lernformat sind, die praktisches, handlungsorientiertes Umweltwissen erfolgreich vermitteln können, die über längere Zeiträume Bestand haben. 

Langfristige Effekte der Waldwoche - Einrichtungskonzeption/-alltag
Auf institutioneller Ebene sind aus Sicht der teilnehmenden Fachkräfte ebenfalls über die Zeit der Teilnahme an der Waldwoche hinausgehende Effekte erkennbar (s. Abb. 15, Seite 18). Dabei zeigen sich die größten langfristigen Effekte auf der konzeptionellen Ebene, auf der dem Themenbereich Natur-/Umwelt-/Klimaschutz eine größere Bedeutung zugemessen wird. Bei der Umsetzung entsprechender Themen im pädagogischen Alltag sowie der Durchführung konkreter Projekte fallen die Effekte geringer aus. Insgesamt fallen die einrichtungsbezogenen Effekte zwar geringer aus als die individuellen Effekte bei Fachkräften und jungen Menschen, aber dennoch zeigen sie eine nachhaltige Wirkung der Waldwochen auf die institutionelle Ebene - also auf Strukturen, Routinen und pädagogische Praxis.  

Sinnhaftigkeit der Durchführung von Waldwochen
In der Gesamtbewertung schreiben die beteiligten Fachkräfte der Durchführung der Waldwochen bzw. der eigenen Teilnahme an diesem Angebot eine sehr hohe Sinnhaftigkeit zu (s. Abb. 16, Seite 19).  

Rückmeldungen der beteiligten Fachkräfte

Im Folgenden sind einige exemplarische Aussagen aus den Rückmeldungen der beteiligten Fachkräfte aufgeführt, um die persönlichen Hintergründe der individuellen Einschätzungen zu beleuchten, die sich in den zuvor dargestellten Ergebnissen widerspiegeln.

  • "Die Jugendlichen lernen sich untereinander kennen, Vernetzung mit Ansprechpartnern und für Ideen, Erlebnisse, die alleine nicht angegangen worden wären."
  • "Die Teilnehmer haben viel Spaß und Freude an der Waldwoche gehabt und weitere Bewohner darüber informiert und dadurch auch neugierig gemacht. Die Gruppe war bunt gemischt und die Waldwoche zeigte den Klienten, dass lernen Spaß machen kann. In unserer Wohngruppe haben wir zur Zeit ein Umweltprojekt und sammeln auch Müll in Waldabschnitten."
  • "Die Waldwoche war ein hochwirksames und wertvolles Naturprojekt für die Jugendlichen. Es wäre überaus wünschenswert, wenn es noch mehr Möglichkeiten geben würde, sich in dieser Art und Weise für Naturschutz (in der Jugendhilfe) einzusetzen […] und es gibt mehr Interesse als Möglichkeiten. Ich würde mir noch mehr konkrete Anregungen für die Arbeit mit den Jugendlichen nach der Waldwoche wünschen."

Perspektive junge Menschen

Nachhaltige Effekte der Waldwochen - Haltung zur Natur
Die Waldwochen haben aus Sicht der beteiligten jungen Menschen nachhaltige positive Effekte auf die Haltung zur Natur: Die Teilnehmenden erkennen zum einen klarer die Bedeutung der Natur - sowohl allgemein als auch für sich selbst (s. Abb. 17, Seite 20). Zum anderen erleben viele die Natur auch als wertvoller und bedeutsamer für das eigene Leben als das noch vor der Teilnahme an den Waldwochen gewesen ist. Insgesamt weisen die Ergebnisse demzufolge darauf hin, dass die Teilnahme an den Waldwochen zu einer dauerhaften Steigerung der Sensibilisierung und Wertschätzung der Natur führen kann und die Waldwochen damit ein wirksames Instrument der Umweltbildung darstellen (können). 

Nachhaltige Effekte der Waldwochen - Wissen, Kompetenz und Aktivität
Die Zwischenergebnisse zeigen, dass die Waldwochen langfristig erfolgreich Wissen und Handlungsbereitschaft im Bereich Umwelt- und Naturschutz gestärkt haben (s. Abb. 18, Seite 21). Die teilnehmenden jungen Menschen haben viel Neues gelernt und fühlen sich kompetenter im Umgang mit Umweltthemen. Eine dauerhafte Verhaltensänderung findet zwar ebenfalls statt, bleibt aber deutlich schwächer ausgeprägt.  

Nachhaltige Effekte der Waldwochen - Gesamtbewertung
Die Gesamtbewertung der jungen Menschen über die langfristigen Effekte der Waldwochen fällt weitgehend positiv aus (s. Abb. 19, Seite 22). Mehr als die Hälfte sieht eine große oder sogar sehr große Wirkung. 

Rückmeldungen der beteiligten jungen Menschen

Im Folgenden sind einige exemplarische Aussagen aus den Rückmeldungen der beteiligten jungen Menschen zum (veränderten) eigenen natur-/umweltbezogenen Verhalten aufgeführt, um die persönlichen Hintergründe der individuellen Einschätzungen näher zu beleuchten, die sich in den zuvor dargestellten Ergebnissen widerspiegeln.

  • "Jetzt weiß ich auch, warum wir den Wald brauchen und wieso es so schlimm ist, wenn Fäller die Bäume abholzen."
  • "Ich würde Müll sammeln, Müll trennen, darauf achten, das Licht auszumachen und Energie zu sparen, Gartenarbeit, ich habe Pflanzen gepflanzt, eine Blumenwiese für die Insekten ausgesät."
  • "(…) Blumen pflanzen für die Insekten, Insektenhotels bauen, ich habe auf der Streuobstwiese Pflaumen und Äpfel gepflückt und wir haben Kuchen daraus gebacken und Apfelsaft gemacht."
  • "Ich kenne mich schon gut aus, mit Pflanzen und Bäumen. Ich fahre Fahrrad. Wenn ich einkaufen gehe, nehmen ich eine Tasche mit und vermeide Plastikmüll. Ich esse auch mal vegetarisch." 

 

(Zwischen-)Resümee und Ausblick

(Zwischen-)Resümee

Aus den Ergebnissen der Zwischenauswertung lassen sich die folgenden Kernaussagen ableiten:

1. Dem Angebot der Waldwochen wird von den teilnehmenden Fachkräften und jungen Menschen ein hohes Maß an Akzeptanz entgegengebracht.

2. Die teilnehmenden Fachkräfte und jungen Menschen bewerten sowohl die strukturellen Rahmenbedingungen als auch die prozessuale Umsetzung der Waldwochen in hohem Maße positiv.

3. Es sind große kurzfristige sowie relativ überdauernde (nachhaltige) Effekte der Teilnahme an den Waldwochen sowohl bei den Fachkräften als auch bei den jungen Menschen nachweisbar in Bezug auf a) theoretisches Wissen im Themenbereich Natur-/Umwelt-/Klimaschutz und Biodiversität, b) praktische Fähigkeiten im Themenbereich Natur-/Umwelt-/Klimaschutz und Biodiversität sowie c) Haltung gegenüber der Natur bzw. Bedeutung der Natur für die eigene Person.

4. Es sind darüber hinaus auch deutliche kurzfristige sowie relativ überdauernde (nachhaltige) Effekte auf Einrichtungsebene erkennbar bezogen auf a) Bedeutung von Natur-/Umwelt-/Klimaschutz und Biodiversität für die Konzeption der Einrichtung sowie b) Aktivitätsgrad innerhalb der Einrichtung innerhalb des Themenbereichs Natur-/ Umwelt-/Klimaschutz und Biodiversität.

5. Zudem zeigen die Auswertungsergebnisse leichte kurzfristige sowie relativ überdauernde (nachhaltige) Effekte bei den jungen Menschen im Hinblick auf den Grad der eigenen Aktivität im Themenbereich Natur-/ Umwelt-/Klimaschutz und Biodiversität.  

Ausblick

Die vorliegenden Ergebnisse der aktuellen Zwischenauswertung geben einen vorläufigen Einblick in Entwicklungstendenzen, die sich in den Waldwochen der ersten beiden Jahre des Gesamtprojekts zeigen.

Im weiteren Projektverlauf ist eine kontinuierliche Begleitung der Waldwochen vorgesehen, um die bisher gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und langfristige Entwicklungen systematisch zu erfassen. Durch eine gezielte Erweiterung der Datengrundlage soll die empirische Basis des Projekts ausgebaut werden, um eine Erhärtung der Aussagekraft der Ergebnisse zu ermöglichen und zur Validierung der Befunde beizutragen. In diesem Zusammenhang erfolgt auch zukünftig eine enge Abstimmung mit der Begleitgruppe innerhalb des BVkE-Fachforums Ressourcenorientierte Pädagogik, um zum einen die Erhebungsmethodik praxisnah weiter zu optimieren und zum anderen über die fortlaufende Bewertung der Ergebnisse im Sinne einer formativen Evaluation eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung sowie eine evidenzbasierte Steuerung des Projekts sicherzustellen.

Ein zentraler Bestandteil der kommenden Projektphase ist die zweite Einrichtungsbefragung, deren Durchführung für April 2026 vorgesehen ist. Diese Befragung soll insbesondere der Analyse struktureller Veränderungen innerhalb der BVkE-Einrichtungen dienen und dabei u. a. Entwicklungen im Vergleich zur ersten Erhebungswelle abbilden. Auf diese Weise können sowohl organisationale als auch inhaltliche Anpassungsprozesse identifiziert und in den weiteren Evaluationsprozess integriert werden.

Langfristig zielt das Vorgehen darauf ab, die nachhaltige Wirksamkeit der im Rahmen des Projekts "Natur (er)leben!" durchgeführten Aktivitäten des BVkE (z. B. in Form der für HzEEinrichtungen organisierten und fachlich begleiteten Waldwochen) zu analysieren sowie belastbare Erkenntnisse für zukünftige Handlungsempfehlungen und institutionelle Weiterentwicklungen zu generieren.  

Zusammenfassung der Ergebnisse inklusive Grafiken

Die Ergebnisse der Zwischenauswertung der Waldwochen 2024/2025 finden Sie mit den entsprechenden Grafiken zusammengefasst in diesem PDF-Dokument zum Download.
YouTube naturerleben.org Linkedin naturerleben.org
nach oben

Start

  • Startseite
  • Waldwochen
  • Veranstaltungen
  • Voneinander lernen
  • Über uns
  • Veröffentlichungen
  • Aktuelles
  • Newsletter
  • FAQs

Waldwochen

  • Waldwochen
  • Anmeldung
  • FAQs

Veranstaltungen

  • Veranstaltungen
  • Kick Off
  • Fachtage
  • Abschlussveranstaltung
  • Weiterbildung Jugendhilfe packt an!

Voneinander lernen

  • Voneinander lernen
  • Schalenwildbejagung und Wildbret
  • Gartenprojekt 2025
  • Natürlich Klima schützen
  • App BeeLife
  • Jugendarbeit & Klimaschutz
  • Podcast-Reihe Klimaschutz
  • Gartentherapie in der Kinder- und Jugendhilfe St. Mauritz
  • Kinder-Website der Deutschen Wildtier Stiftung
  • Den Wald vor der eigenen Haustür
  • Kinderseite des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)

Über uns

  • Über uns
  • BVkE e. V.
  • Bergwaldprojekt e. V.
  • Institut für Kinder- und Jugendhilfe
  • Steuerungsgruppe

Veröffentlichungen

  • Veröffentlichungen
  • Publikationen
  • Reels
  • Newsletter
Cookies verwalten
Datenschutz
Impressum
Barrierefreiheit
  • Datenschutz: www.naturerleben.org/datenschutz
  • Impressum: www.naturerleben.org/impressum
Copyright © caritas 2026